AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen von Mittelalterland.de

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln die Vertragsbeziehungen

zwischen dem nachstehend bezeichneten Anbieter und seinen Kundinnen und Kunden im Online-

Shop unter www.mittelalterland.de sowie beim Kauf auf Messen, Märkten und in sonstigen

stationären Verkaufsstellen. Sie gelten sowohl für Verbraucher im Sinne des § 13 BGB als auch

für Unternehmer im Sinne des § 14 BGB; an den einschlägigen Stellen wird ausdrücklich zwischen

beiden Personengruppen differenziert.

Anbieter und Vertragspartner

Thorben Heße, Einzelunternehmer, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung „Mittelalterland“

(nachfolgend „Anbieter“)

Hauptstraße 17, 24867 Dannewerk, Deutschland

Der Anbieter ist Einzelunternehmer und nicht im Handelsregister eingetragen, da kein in

kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb im Sinne des § 1 Abs. 2 HGB besteht.

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gemäß § 27a UStG: DE814952996

Telefon: 0171 3850801 · Telefax: 04621 489953 · E-Mail: info@mittelalterland.de

Inhaltsverzeichnis

§ 1 Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen, Sprache

§ 2 Vertragsschluss

§ 3 Preise und Versandkosten

§ 4 Lieferung, Versand, Gefahrübergang

§ 5 Besondere Bestimmungen für Waffen-Repliken, Messer und altersbeschränkte Waren

§ 6 Besondere Bestimmungen für Mittelalterzelte und Zubehör

§ 7 Maßanfertigung und individuell gestaltete Waren

§ 8 Digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen

§ 9 Zahlungsbedingungen, Aufrechnung, Zurückbehaltungsrecht

§ 10 Eigentumsvorbehalt

§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher

§ 12 Mängelansprüche (Gewährleistung)

§ 13 Haftung

§ 14 Datenschutz

§ 15 Verbraucherstreitbeilegung

§ 16 Schlussbestimmungen

§ 17 Speicherung und Zugänglichkeit des Vertragstextes

§ 1 Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen, Sprache

(1) Für die Geschäftsbeziehung zwischen dem Anbieter und dem Kunden gelten ausschließlich

die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen in ihrer zum Zeitpunkt der Bestellung

gültigen Fassung. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des

Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung

ausdrücklich in Textform zugestimmt hat; dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis

solcher Bedingungen die Lieferung vorbehaltlos ausführt.

(2) Verbraucher im Sinne dieser AGB ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu

Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen

beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer im Sinne dieser AGB

ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei

Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen

Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Kunde im Sinne dieser AGB ist sowohl der Verbraucher als auch der

Unternehmer.

(3) Vertragssprache ist ausschließlich Deutsch. Übersetzungen dieser AGB in andere Sprachen

dienen allein der Information; maßgeblich und rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

(4) Diese AGB gelten für im Wege des Fernabsatzes (insbesondere Online-Shop, Telefon, Telefax,

E-Mail) geschlossene Verträge sowie für Verträge, die auf Messen, Märkten und in sonstigen

stationären Verkaufsstellen geschlossen werden. Ein gesetzliches Widerrufsrecht des

Verbrauchers nach § 312g BGB besteht nur bei Fernabsatzverträgen und bei außerhalb von

Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen im Sinne des § 312b BGB; beim Kauf in

Ladengeschäften und an festen Verkaufsständen besteht ein Widerrufsrecht nicht.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung und Bewerbung der Waren im Online-Shop stellt kein rechtsverbindliches

Vertragsangebot des Anbieters dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung an den Kunden,

seinerseits ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).

(2) Der Kunde kann aus dem Sortiment Waren auswählen und über die Schaltfläche „In den

Warenkorb“ in einem virtuellen Warenkorb sammeln. Mit Betätigung der Schaltfläche

„Zahlungspflichtig bestellen“ (oder einer entsprechend eindeutigen Formulierung im Sinne des §

312j Abs. 3 BGB) gibt er eine verbindliche Bestellung der im Warenkorb enthaltenen Waren ab.

Vor Absenden der Bestellung kann der Kunde seine Eingaben jederzeit ändern und einsehen. Die

Anerkennung dieser AGB ist Voraussetzung für die Bestellung.

(3) Der Anbieter bestätigt den Eingang der Bestellung unverzüglich per E-Mail

(Bestelleingangsbestätigung). Diese Bestelleingangsbestätigung dient der Erfüllung der Pflicht

aus § 312i Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB; sie dokumentiert lediglich den Zugang der Bestellung und stellt

— vorbehaltlich Absatz 5 — noch keine Annahme des Vertragsangebots dar.

(4) Der Vertrag kommt — vorbehaltlich Absatz 5 — zustande, sobald der Anbieter die Annahme

ausdrücklich erklärt (Auftragsbestätigung) oder die Ware an den Kunden versendet; maßgeblich

ist der zuerst eintretende Zeitpunkt. Erfolgt innerhalb von zehn Werktagen nach Absendung der

Bestellung keine dieser Erklärungen bzw. Handlungen, ist der Kunde an sein Angebot nicht mehr

gebunden; bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall unverzüglich erstattet.

(5) Wählt der Kunde im Bestellvorgang ein Sofortzahlungsmittel — insbesondere Kreditkarte,

PayPal, Apple Pay, Google Pay, Sofort-Überweisung oder eine vergleichbare, unmittelbar im

Bestellablauf ausgeführte Zahlungsart —, nimmt der Anbieter das Vertragsangebot des Kunden

bereits mit der Entgegennahme der Zahlungsanweisung bzw. der erfolgreichen Autorisierung der

Zahlung an. Der Vertrag kommt in diesem Fall zu dem Zeitpunkt zustande, in dem der

Zahlungsvorgang vom Kunden ausgelöst und vom Anbieter oder dem eingesetzten

Zahlungsdienstleister autorisiert wird; einer gesonderten Annahmeerklärung des Anbieters

bedarf es dann nicht mehr. Die nach Absatz 3 übersandte Bestelleingangsbestätigung hat in dieser

Konstellation zugleich den Charakter der Vertragsbestätigung nach § 312f Abs. 2 BGB; eine über

Absatz 3 hinausgehende Annahmeerklärung ist mit ihr nicht verbunden.

(6) Bei Bestellungen von Unternehmern außerhalb des Online-Shops (insbesondere auf

Grundlage individueller Angebote per Telefon oder E-Mail) behält sich der Anbieter vor, das

Angebot des Kunden innerhalb von 14 Tagen nach Zugang anzunehmen. Die Regelung des § 362

HGB (Schweigen des Kaufmanns) bleibt unberührt.

(7) Eingabefehler können im Rahmen des Bestellvorgangs durch die üblichen Tastatur-, Mausund

Browserfunktionen (etwa Zurück-Schaltfläche oder Bearbeitung des Warenkorbs) korrigiert

werden. Die technischen Schritte, die zum Vertragsschluss führen, werden dem Kunden im

Bestellprozess transparent dargestellt.

(8) Der Anbieter erfüllt seine Informationspflichten nach § 312i Abs. 1 BGB sowie nach Art. 246a

EGBGB durch die Angaben im Online-Shop und durch diese AGB.

§ 3 Preise und Versandkosten

(1) Alle im Online-Shop angegebenen Preise gelten gegenüber Verbrauchern als Endpreise in

Euro einschließlich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern

werden die Preise — soweit im Shop entsprechend ausgewiesen — als Nettopreise zuzüglich der

jeweils gesetzlich geschuldeten Umsatzsteuer verstanden.

(2) Zuzüglich zu den Warenpreisen können Versandkosten anfallen. Die Höhe der Versandkosten

wird dem Kunden vor Absenden der Bestellung transparent und gesondert ausgewiesen.

(3) Bei Lieferungen in Staaten außerhalb der Europäischen Union können zusätzliche Zölle,

Einfuhrumsatzsteuern sowie sonstige öffentlich-rechtliche Abgaben anfallen, die der Kunde zu

tragen hat.

§ 4 Lieferung, Versand, Gefahrübergang

(1) Die Lieferung erfolgt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sowie in die Mitgliedstaaten

der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums, soweit im Online-Shop nichts

Abweichendes angegeben ist. Lieferungen in sonstige Staaten erfolgen nur nach vorheriger

gesonderter Vereinbarung.

(2) Soweit im Angebot keine andere Frist angegeben ist, erfolgt die Lieferung innerhalb von drei

bis fünf Werktagen nach Vertragsschluss; bei Vorkassezahlung läuft die Frist erst ab dem Tag

nach vollständigem Eingang des Kaufpreises auf dem Konto des Anbieters. Individuell gefertigte

Waren (§ 7 dieser AGB) werden innerhalb der im jeweiligen Angebot angegebenen Frist geliefert.

(3) Gegenüber Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen

Verschlechterung der verkauften Ware erst mit Übergabe der Ware an den Verbraucher auf

diesen über (§ 475 Abs. 2 BGB). Gegenüber Unternehmern geht die Gefahr des zufälligen

Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware mit Übergabe an den Spediteur, den

Frachtführer oder die sonst zur Ausführung der Versendung bestimmte Person oder Anstalt über

(§ 447 BGB). Verzögert sich die Versendung aus Gründen, die der Kunde zu vertreten hat, geht

die Gefahr mit dem Tag der Versandbereitschaft auf den Unternehmer über.

(4) Der Anbieter ist zu Teillieferungen berechtigt, soweit dies für den Kunden zumutbar ist. Durch

Teillieferungen entstehende Mehrkosten trägt der Anbieter.

(5) Ist der Anbieter infolge höherer Gewalt oder sonstiger, von ihm nicht zu vertretender

Umstände (insbesondere behördliche Anordnungen, Streik, Aussperrung, Transport- oder

Rohstoffengpässe, Epidemien oder Pandemien) an der rechtzeitigen Lieferung gehindert,

verlängert sich die Lieferfrist um die Dauer des Hindernisses zuzüglich einer angemessenen

Anlauffrist. Über das Vorliegen eines solchen Hindernisses wird der Anbieter den Kunden

unverzüglich informieren. Überschreitet die Verzögerung einen Zeitraum von sechs Wochen, sind

beide Parteien berechtigt, hinsichtlich des noch nicht erfüllten Teils vom Vertrag zurückzutreten;

bereits erbrachte Zahlungen werden dem Kunden unverzüglich erstattet.

§ 5 Besondere Bestimmungen für Waffen-Repliken, Messer und altersbeschränkte Waren

(1) Teile des Sortiments unterliegen waffen- oder jugendschutzrechtlichen

Abgabebeschränkungen. Der Anbieter gibt solche Waren ausschließlich an volljährige Personen

ab (§ 2 Abs. 1 WaffG in Verbindung mit Anlage 2 zum WaffG; § 9 JuSchG). Dies betrifft

insbesondere:

a) nicht scharfe, schaukampftaugliche oder dekorative Nachbildungen historischer

Blankwaffen (etwa Schwerter, Dolche, Äxte, Lanzen, Bögen);

b) Messer, deren Erwerb, Besitz oder Führen gesetzlichen Beschränkungen unterliegt,

insbesondere feststehende Messer mit einer Klingenlänge von mehr als 12 cm sowie

Einhandmesser im Sinne des § 42a WaffG;

c) sonstige Gegenstände, die dem WaffG, dem SprengG oder dem JuSchG unterfallen.

(2) Mit Aufgabe der Bestellung versichert der Kunde die Vollendung des 18. Lebensjahres. Der

Anbieter ist berechtigt und, soweit gesetzlich oder jugendschutzrechtlich geboten, verpflichtet,

das Alter des Kunden zu verifizieren; er kann hierzu den Versand mit Altersverifikation (etwa

„Ident-Check“ der Deutschen Post oder vergleichbare Verfahren) beauftragen. Die dafür

anfallenden Zusatzkosten werden dem Kunden vor Vertragsschluss transparent ausgewiesen.

(3) Der Anbieter ist berechtigt, die Annahme einer Bestellung zu verweigern oder vom Vertrag

zurückzutreten, wenn begründete Zweifel an der Volljährigkeit oder an der waffen- bzw.

jugendschutzrechtlichen Zulässigkeit der Abgabe bestehen.

(4) Der Kunde ist für die Einhaltung der einschlägigen Erwerbs-, Besitz-, Führungs- und

Einfuhrvorschriften an seinem Wohn- bzw. Empfangsort selbst verantwortlich. Eine Gewähr für

die Zulässigkeit von Erwerb oder Besitz in einem anderen Staat als der Bundesrepublik

Deutschland übernimmt der Anbieter nicht.

§ 6 Besondere Bestimmungen für Mittelalterzelte und Zubehör

(1) Mittelalterzelte werden überwiegend aus Baumwollgeweben mit teils natürlicher

Imprägnierung gefertigt. Geringfügige, produktionsbedingte Abweichungen in Farbe, Webmuster

und Gewebestruktur, ein geringes Einlaufen des Gewebes bei erstmaliger Durchfeuchtung

(„Einwaschen“) sowie typische Eigenschaften von Naturmaterialien stellen keinen Sachmangel

dar; sie sind warentypische Merkmale und gelten als vereinbarte Beschaffenheit, soweit im

jeweiligen Angebot nichts anderes festgehalten ist.

(2) Der Anbieter weist ausdrücklich auf folgende Pflege- und Aufbauhinweise hin: Vor der

erstmaligen Nutzung sollte das Zelt einer Einwasch- und Einwetterungsprozedur unterzogen

werden, um die vollständige Wasserdichtigkeit des Gewebes herzustellen. Schäden, die auf

unsachgemäßen Auf- oder Abbau, unterlassene oder fehlerhafte Pflege, unzureichende Belüftung

oder auf Dauerfeuchtigkeit zurückzuführen sind, stellen keinen Mangel dar, sofern sie nicht von

der vereinbarten Beschaffenheit abweichen.

(3) Die Verwendung von Zelten und Zubehör erfolgt auf eigene Verantwortung des Kunden. Für

Schäden, die durch Sturm, Feuer, sonstige Witterungseinflüsse oder den Einsatz in ungeeigneter

Umgebung entstehen, haftet der Anbieter nach Maßgabe von § 13 dieser AGB.

§ 7 Maßanfertigung und individuell gestaltete Waren

(1) Der Anbieter fertigt auf Wunsch Waren nach Maß oder nach individueller Kundenvorgabe

(insbesondere Gewandung, Leder- und Textilwaren sowie individuell konfigurierte Zelte und

Zubehörteile). Der Kunde übermittelt die erforderlichen Maße und Gestaltungsvorgaben nach

Aufforderung des Anbieters in Textform.

(2) Für Abweichungen des Werks von den vertraglich geschuldeten Eigenschaften, die auf

unzutreffenden, unvollständigen oder widersprüchlichen Angaben des Kunden zu Maßen oder

Gestaltung beruhen, haftet der Anbieter nicht. Dies gilt auch dann, wenn der Anbieter vor

Ausführung nochmals Rückfragen gestellt und der Kunde die Angaben bestätigt hat.

(3) Bei Verträgen über Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine

individuelle Auswahl oder Bestimmung durch den Verbraucher maßgeblich ist oder die eindeutig

auf die persönlichen Bedürfnisse des Verbrauchers zugeschnitten sind, besteht gemäß § 312g

Abs. 2 Nr. 1 BGB kein Widerrufsrecht. Der Anbieter wird den Verbraucher auf den Ausschluss des

Widerrufsrechts im Bestellprozess gesondert und hervorgehoben hinweisen.

§ 8 Digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen

(1) Bietet der Anbieter digitale Inhalte oder digitale Dienstleistungen (etwa E-Books,

Schnittmuster als Download, digitale Bauanleitungen) an, gelten ergänzend die §§ 327 ff. BGB.

Der Anbieter stellt die vertraglich geschuldeten digitalen Produkte dem Kunden unverzüglich

nach Vertragsschluss — bei vereinbarter Vorauszahlung nach deren vollständigem Eingang — in

einer gängigen, für den Kunden nutzbaren Form zur Verfügung.

(2) Der Anbieter stellt dem Verbraucher während des nach § 327f BGB maßgeblichen Zeitraums

diejenigen Aktualisierungen — einschließlich Sicherheitsaktualisierungen — bereit, die für den

Erhalt der Vertragsmäßigkeit des digitalen Produkts erforderlich sind, und informiert den

Verbraucher über diese.

(3) Bei Verträgen über die Lieferung digitaler Inhalte, die nicht auf einem körperlichen

Datenträger bereitgestellt werden, erlischt das Widerrufsrecht des Verbrauchers gemäß § 356

Abs. 5 BGB mit Beginn der Ausführung, wenn der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass

mit der Ausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und er bestätigt hat, dass er

durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert; der Anbieter wird dem Verbraucher eine

Bestätigung dieser Zustimmung auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung stellen.

§ 9 Zahlungsbedingungen, Aufrechnung, Zurückbehaltungsrecht

(1) Die im Online-Shop verfügbaren Zahlungsarten werden dem Kunden vor Absenden der

Bestellung angezeigt. Der Kaufpreis wird mit Vertragsschluss zur Zahlung fällig, soweit im

Einzelfall keine abweichende Vereinbarung getroffen wird.

(2) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, schuldet er Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe;

gegenüber Verbrauchern in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz (§

288 Abs. 1 BGB), gegenüber Unternehmern in Höhe von neun Prozentpunkten über dem

jeweiligen Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB). Die Geltendmachung eines weiteren

Verzugsschadens bleibt unberührt.

(3) Der Kunde kann mit einer Forderung des Anbieters nur aufrechnen, wenn die Gegenforderung

des Kunden unbestritten oder rechtskräftig festgestellt ist.

(4) Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur insoweit zu, als sein Gegenanspruch auf

demselben Vertragsverhältnis beruht. Ist der Kunde Unternehmer, stehen ihm

Zurückbehaltungsrechte darüber hinaus nur zu, wenn der Gegenanspruch unbestritten oder

rechtskräftig festgestellt ist.

§ 10 Eigentumsvorbehalt

(1) Bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises bleibt die gelieferte Ware Eigentum des

Anbieters (einfacher Eigentumsvorbehalt).

(2) Gegenüber Unternehmern gilt ergänzend: Die Ware bleibt Eigentum des Anbieters bis zur

Erfüllung sämtlicher Forderungen aus der laufenden Geschäftsverbindung (erweiterter

Eigentumsvorbehalt). Der Unternehmer ist berechtigt, die Vorbehaltsware im ordnungsgemäßen

Geschäftsgang weiterzuverarbeiten und weiterzuveräußern. Seine Forderungen aus der

Weiterveräußerung der Vorbehaltsware tritt der Unternehmer bereits jetzt in Höhe des

Endbetrages der Rechnung des Anbieters (einschließlich Umsatzsteuer) an den Anbieter ab; der

Anbieter nimmt diese Abtretung an. Der Unternehmer bleibt zur Einziehung der abgetretenen

Forderungen ermächtigt, solange er seinen Zahlungspflichten gegenüber dem Anbieter

ordnungsgemäß nachkommt; der Anbieter ist zum Widerruf der Einziehungsermächtigung

berechtigt, wenn der Unternehmer seinen Zahlungspflichten nicht nachkommt oder die

Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über sein Vermögen beantragt ist.

(3) Wird die Vorbehaltsware mit anderen, dem Anbieter nicht gehörenden Sachen verbunden,

vermischt oder verarbeitet, erwirbt der Anbieter Miteigentum an der neuen Sache im Verhältnis

des Rechnungswertes seiner Vorbehaltsware zu den übrigen verbundenen, vermischten oder

verarbeiteten Sachen im Zeitpunkt der Verarbeitung.

(4) Der Unternehmer hat den Anbieter über Zugriffe Dritter auf die Vorbehaltsware,

insbesondere Pfändungen, unverzüglich in Textform zu unterrichten.

§ 11 Widerrufsrecht für Verbraucher

Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen und bei außerhalb von Geschäftsräumen

geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht nach Maßgabe der Widerrufsbelehrung

(Anlage 1 zu diesen AGB) zu. Ein Muster-Widerrufsformular ist in Anlage 2 zu diesen AGB

abgedruckt. Unternehmern steht ein Widerrufsrecht nicht zu.

§ 12 Mängelansprüche (Gewährleistung)

(1) Für die Rechte des Kunden bei Sach- und Rechtsmängeln gelten die gesetzlichen

Bestimmungen (insbesondere §§ 434 ff. BGB, für Verbraucher ergänzend §§ 474 ff. BGB sowie §§

327 ff. BGB bei digitalen Produkten), soweit nachfolgend nichts Abweichendes bestimmt ist.

(2) Gegenüber Verbrauchern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei neuen Waren

zwei Jahre ab Ablieferung. Bei gebrauchten Waren beträgt die Verjährungsfrist ebenfalls zwei

Jahre; sie kann gemäß § 476 Abs. 2 BGB in der seit dem 1. Januar 2022 geltenden Fassung nur

durch eine zwischen den Parteien ausdrücklich und gesondert getroffene Vereinbarung auf ein

Jahr verkürzt werden, über die der Verbraucher vor Abgabe seiner Vertragserklärung eigens

informiert wurde. Eine solche Verkürzung wird im Einzelfall im Angebot klar und hervorgehoben

ausgewiesen und gesondert bestätigt.

(3) Gegenüber Unternehmern gelten folgende Modifikationen: Die Verjährungsfrist für

Mängelansprüche beträgt ein Jahr ab Ablieferung. Unberührt bleiben die gesetzlichen

Verjährungsfristen bei Waren, die entsprechend ihrer üblichen Verwendungsweise für ein

Bauwerk verwendet worden sind und dessen Mangelhaftigkeit verursacht haben (§ 438 Abs. 1

Nr. 2 BGB), sowie bei Ansprüchen wegen arglistig verschwiegener Mängel, bei Ansprüchen aus

einer ausdrücklichen Garantie, bei Schadensersatzansprüchen wegen Vorsatzes oder grober

Fahrlässigkeit, bei Schadensersatzansprüchen wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder

der Gesundheit und bei Ansprüchen nach dem Produkthaftungsgesetz.

(4) Die kaufmännische Untersuchungs- und Rügeobliegenheit nach § 377 HGB bleibt unberührt.

Offensichtliche Mängel sind dem Anbieter unverzüglich, in der Regel innerhalb von sieben

Kalendertagen nach Ablieferung, verdeckte Mängel unverzüglich nach Entdeckung in Textform

anzuzeigen; andernfalls gilt die Ware als genehmigt.

(5) Die Mangelhaftung ist ausgeschlossen für Schäden, die auf unsachgemäßer Behandlung,

natürlicher Abnutzung, fehlerhafter Montage durch den Kunden oder einen von diesem

beauftragten Dritten beruhen, sowie für warentypische Eigenschaften nach § 6 Abs. 1 dieser AGB.

(6) Bei Waren, die nach Kundenangaben individuell gefertigt sind (§ 7 dieser AGB), sind

Mängelansprüche für Abweichungen ausgeschlossen, die auf unzutreffenden Angaben des

Kunden beruhen; § 7 Abs. 2 dieser AGB gilt entsprechend.

§ 13 Haftung

(1) Der Anbieter haftet dem Kunden nach den gesetzlichen Bestimmungen, soweit sich aus den

nachfolgenden Absätzen nichts anderes ergibt.

(2) Auf Schadensersatz haftet der Anbieter — gleich aus welchem Rechtsgrund — im Rahmen der

Verschuldenshaftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet

der Anbieter nur

a) für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit;

b) für Schäden aus der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (einer Pflicht, deren

Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht

und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut und vertrauen darf); in diesem

Fall ist die Haftung des Anbieters jedoch auf den Ersatz des vorhersehbaren,

typischerweise eintretenden Schadens begrenzt.

(3) Die sich aus Absatz 2 ergebenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht, soweit der Anbieter

einen Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Ware

übernommen hat. Die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz — insbesondere der

Ausschluss haftungsmildernder Vereinbarungen nach § 14 ProdHaftG — bleibt ebenso unberührt

wie die zwingende gesetzliche Verschuldenshaftung für vom Anbieter zu vertretende Schäden

aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(4) Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die

persönliche Haftung seiner gesetzlichen Vertreter, Arbeitnehmer, Mitarbeiter und

Erfüllungsgehilfen.

(5) Wegen einer Pflichtverletzung, die nicht in einem Mangel der Ware besteht, kann der Kunde

nur zurücktreten oder kündigen, wenn der Anbieter die Pflichtverletzung zu vertreten hat. Ein

freies Kündigungsrecht des Kunden — insbesondere nach §§ 648, 650 BGB — wird

ausgeschlossen, soweit der Kunde Unternehmer ist. Im Übrigen verbleibt es bei den gesetzlichen

Voraussetzungen und Rechtsfolgen.

§ 14 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zweckbestimmt und gemäß den

gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und

dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Nähere Informationen zu Art, Umfang, Zweck und

Rechtsgrundlage der Verarbeitung sowie zu den Rechten der betroffenen Person enthält die

Datenschutzerklärung des Anbieters, abrufbar unter www.mittelalterland.de/datenschutz.

§ 15 Verbraucherstreitbeilegung

Hinweis nach § 36 des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes (VSBG): Der Anbieter ist zur

Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nicht

verpflichtet und nicht bereit.

§ 16 Schlussbestimmungen

(1) Auf Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden findet das Recht der Bundesrepublik

Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung. Dem Verbraucher bleibt

der Schutz zwingender Vorschriften des Rechts des Staates, in dem er seinen gewöhnlichen

Aufenthalt hat, nach Art. 6 Abs. 2 der Rom I-VO erhalten.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlichrechtliches

Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder

im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis der Sitz des Anbieters. Gleiches gilt, wenn der

Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder wenn Wohnsitz bzw.

gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung unbekannt sind. Der Anbieter ist

berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.

(3) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform; dies gilt

auch für die Änderung des Textformerfordernisses selbst.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder

undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon

unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung tritt die

gesetzliche Regelung (§ 306 Abs. 2 BGB). Gegenüber Verbrauchern findet insoweit keine

geltungserhaltende Reduktion statt.

§ 17 Speicherung und Zugänglichkeit des Vertragstextes

(1) Der Anbieter speichert den Vertragstext (Bestelldaten und die zum Zeitpunkt der Bestellung

geltenden AGB) und übermittelt diesen dem Kunden im Rahmen der Auftragsbestätigung in

Textform per E-Mail.

(2) Der Kunde kann den Vertragstext jederzeit in seinem Kundenkonto abrufen, soweit er ein

solches angelegt hat. Der Anbieter weist den Kunden in Erfüllung seiner Pflicht aus § 312i Abs. 1

Satz 1 Nr. 3 BGB darauf hin, dass er den Vertragstext auf Anforderung — auch ohne Kundenkonto

— jederzeit in Textform erneut zusendet. Die jeweils aktuelle Fassung der AGB ist zudem unter

www.mittelalterland.de/agb abrufbar.

Stand: April 2026